Notter M, Thomsen AR, Nitsche M, Hermann RM, Wolff H, Habl G, Münch K, Grosu AL, Vaupel P publizierten in cancers 2020, 12, 606 die Auswertung von 201 Patientinnen mit inoperablem Lokalrezidiv des Brustkrebs in vorbestrahltem Gebiet, die von 2009 - 2019 im Hôpitale Cantonale La-Chaux-de-Fonds, im Lindenhofspital Bern, in der Universitätsstrahlenklinik Freiburg, der Strahlentherapie Bremen und der Strahlentherapie am Maximiliansplatz München behandelt wurden.

Die Thermographie-kontrollierte wIRA-Oberflächenhyperthermie (45-60 Minuten) wurde 1-4 Minuten vor einer hypofraktionierten Strahlentherapie von 5 Behandlungen à 4 Gy, 1x/Woche durchgeführt.

Da die Tumorausdehnung eine der wichtigsten prognostischen Faktoren darstellt, wurde dazu eine neue Klassifikation zur Größeneinteilung der Lokalrezidive verwendet.

Die Ansprechraten (CR=Complete Response, PR=Partial Response, NC=No Change, PD=Progressed Disease) waren bei

Bei 2/3 der Patientinnen mit CR konnte eine lokale Kontrolle, bei mehr als der Hälfte der Patientinnen mit PR eine lokal progressionsfreie Situation während der Lebenszeit erreicht werden.

Diese Ergebnisse konnten trotz weit überdurchschnittlicher Vorbestrahlungsdosen und Flächenausdehnungen (im Vergleich zu anderen Studien) und der geringsten jemals berichteten Gesamtwiederbestrahlungsdosis (5 x 4 Gy = 20 Gy) erreicht werden.

Die Nebenwirkungen blieben sehr gering - beobachtet wurden nur vorübergehende akute Nebenwirkungen Grad 1 und II, und in wenigen Patientinnen bleibende Teleangiektasien und Hyperpigmentierung.

Die geringe Toxizität erlaubt sogar eine effektive erneute Wiederbestrahlung mit dem gleichen Protokoll im gleichen Gebiet.

Die Publikation mit detaillierter Analyse der Patientencharakteristika, der Dauer der lokalen Kontrolle, des Überlebens sowie der Lokation und Wiederbehandlung erneuter Rezidive ist erhältlich OPEN ACCESS über https://www.mdpi.com/2072-6694/12/3/606.

 

 

 

 

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